Der neue C450 AMG sport 4matic – endlich kommt der AMG light!

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Auf der diesjährigen NAIAS in Detroit hat AMG endlich jenen konsequenten - seit Jahren vermissten – Schritt vollzogen und so genannte kleine AMG Modelle vorgestellt.
Zunächst wird es zwei Ableger dieser neuen “AMG sport” genannten Reihe geben, einen GLE 450 Coupé (Baureihe 292) und einen C450 (Baureihe 205), auf letzteren möchte ich mich hier und heute konzentrieren.

C450_AMG_1Doch vielleicht zunächst einmal kurz einen kleinen Exkurs zur Vorgeschichte dieser neuen Fahrzeugvarianten – bereits mit Einführung der neuen A-Klasse und des CLA gab es zwei, jeweils als „SPORT-Version“ bezeichnete, besonders scharfe Ableger dieser Kompakt-Baureihen. In manchen Märkten wurden diese auch als „Engineered by AMG“ beworben.
Leider hatten sowohl der A250 SPORT (Code P84) wie auch der CLA250 SPORT ein kleines Wahrnehmungsproblem. Sie wurden sowohl in den Verkaufsbezeichnungen als auch in den Preislisten ohne den wichtigen Zusatz „AMG“ angepriesen!
So hatte in der Wahrnehmung der Kundschaft und weiterer Interessierter, jemand mit einem AMG Line Modell ein sportlicheres und zugleich höherwertigeres Fahrzeug als der Kunde der „nur“ ein SPORT-Modell fuhr.

Deshalb war es auch nur konsequent und richtig von nun an solche Fahrzeuge als „AMG Sport“ zu bezeichnen.

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C450_AMG_3Im Falle des C450 AMG sieht das Erfolgsrezept wie folgt aus – man nimmt den größten Benziner der C-Klasse, den Typ C400 4matic, modifiziert diesen mit einem leistungssteigernden Motorkennfeld (ebenfalls optimierte Getriebesteuerung), ergänzt es um einige hochwertige Komponenten aus dem echten, großen AMG Modell C63 und stimmt dieses Gesamtpaket auf einander ab.

Im Klartext bedeutet dies für den Käufer eines solchen C450 AMG, dass er im großen und ganzen das Fahrwerk aus dem Mercedes-AMG C63 erhält: bestehend aus einem elektronisch dreifach verstellbaren Fahrwerk mit dauerhafter Tieferlegung, verstärkten und eigenständigen Achsschenkeln, sowie Traggelenken an der Vorderachse und optimierten Zugstreben- und Fahrschemellagern an der Hinterachse. Diese Maßnahmen sollen die Präzision und Agilität verbessern und die Dynamik fördern.
Weiter wurde der Motor von 333 PS auf 367 PS in seiner Leistung gesteigert und der Sprint von 0-100 Km/h findet nun bereits in beachtlichen in 4,9-5,0 sec statt (Limousine/T-Modell), das Ausgangsmodell brauchte im Vergleich dafür noch 5,2-5,3 sec.
Das Drehmoment wurde von 480 auf 520 Newtonmeter angehoben. Die Höchstgeschwindigkeit wird weiterhin bei 250 Km/h abgeriegelt sein, wie bei allen Mercedes Modellen. Ein AMG Driver’s Package wird es für diese Variante nicht geben.

C450_AMG_MotorraumUm auch emotional die typische AMG-DNA in diesem Modell erleben zu können, gibt es eine modifizierte Abgasanlage mit entfallenem Mittelschalldämpfer und so schönen modernen Errungenschaften wie einem “controlled misfire“, also künstlich erzeugten Fehlzündungen die bei Sportwagen einfach zum guten Ton gehören. Man darf also gespannt sein!

Vielleicht liegt am Ende der große Vorteil gerade im optischen Understatement, denn er wird sich fahren wie ein C63 im Schafspelz. Optisch sieht der C450 AMG aus wie ein gewöhnliches Modell (z.B. C200 oder C250 BlueTEC) mit AMG Line Ausstattung. Dies kann von Vorteil sein, wenn man schwäbisch korrekt seinen Pelz nach innen trägt. Neben diesem Argument spielt der 4matic Allradantrieb seinen Trumpf eiskalt aus, ihn gibt es auch für gutes Geld nicht im C63 oder C63 S. Dafür ist er im C450 AMG noch einmal dynamischer ausgelegt worden, im Vergleich zum Ausgangsmodell. Ca. 67% der Antriebsleistung gehen auf die Hinterräder, die restlichen 33% auf die Vorderräder.

Weiteres i-Tüpfelchen auf dieser feinen Komposition ist die modifizierte Bremsanlage des Fahrzeugs. An der Vorderachse werden 360mm Verbundbremsscheiben mit Vier-Kolben Festsattel in Aluminiumausführung verbaut, an der Hinterachse 330 mm Verbundbremsscheiben mit Ein-Kolben Faustsattel. Im Grunde ähnlich mit der Anlage im C63, hier aber mit dem Vorteil der Verbundtechnik die deutlich Gewicht einspart und so auch zur Agilität beiträgt (weniger ungefederte Massen = mehr Präzision).
Im Grunde ist diese Bremsanlage die konsequente Ausbaustufe derer in den AMG Line Fahrzeugen, die sich nur in der Größe der Bremsscheiben (342 und 300 mm Verbundscheiben) und Bremssättel unterscheidet und ansonsten identisch ist.

C450_AMG_Bremse_VAC450_AMG_Bremse_HA

Im Innenraum gibt es ein spezielles Kombiinstrument mit “chequered flag” und 280 Km/h-Skala in typischer AMG-Aufmachung (der AMG GT lässt hier grüßen). Zudem erhält dieses Modell rote Sicherheitsgurte sowie rote Ziernähte für Türverkleidungen, Armaturentafel und Sitze. Letztere entsprechen in ihrer Sitzgrafik denen im C63.

Mercedes-Benz C 450 AMG 4MATIC, (BR 205), 2015Mercedes-Benz C 450 AMG 4MATIC, (BR 205), 2015

Weitere optische Unterscheidungsmerkmale sind die serienmässig schwarz glänzend gehaltenen Außenspiegelkappen, die schwarz eloxierten Aluminiumzierleisten der seitlichen Fensterlinie, den silber-matten Einlegern im Bugspoiler vorne und Diffusor hinten. Zudem gibt es die Spoilerlippe wie im C63 und C63 S serienmässig, sie erhöht den Abtrieb an der Hinterachse und ist nicht nur ein optisches Merkmal. Gekrönt wird der Auftritt des C450 AMG vom Diamantgrill mit seinen vielen kleinen Chromelementen und schwarzer hochglänzender Einzellamelle seitlich vom großen Zentralstern.

Mercedes-Benz C 450 AMG 4MATIC, (BR 205), 2015

Mercedes-Benz C 450 AMG 4MATIC, (BR 205), 2015Ich muss sagen – man merkt es vielleicht auch ein wenig – mir gefällt dieser Wagen. Ein C63 wird wohl ewig ein Traum von mir bleiben, aber solch ein AMG light könnte durchaus mal in die engere Wahl geraten, falls mein blackbird mir einmal zu langsam werden sollte.

Einen kleinen Videobericht zu diesem Wagen liefern wir voraussichtlich Ende Februar/Anfang März – passend zur Markteinführung die für Sommer 2015 geplant ist.
Apropos Markteinführung – diese AMG sport Modelle kommen Mercedes-AMG natürlich sehr gelegen, möchte man doch den weltweiten Absatz von derzeit rund 40.000 Einheiten gerne verdoppeln.

Die Kollegen schrieben:

Mein-Auto-Blog

Mercedes-Passion Blog

 

Fotos: Daimler & fünfkommasechs

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