Punktlandung mit dem neuen (KE)Jet

Gerade rechtzeitig vor dem großen Kälte- und Schnee-Einbruch diese Woche legten Kapitän Marc „Dreikommanull“ Christiansen und sein Erster Offizier Felix Kühn am vergangenen Wochenende eine Punktlandung mit dem nautikblauen Jet hin. Der V8 ist wieder fit und der 560 SEL damit fahrbereit, und das war wichtig, solange noch eine Testfahrt möglich war – was wiederum wunderbar geklappt hat!

Ein Reparatursatz für den am neuen Luftmengenmesser fehlenden Gemischregler war letztlich der Schlüssel zum Erfolg, weil damit auch die letzte verbleibende Falschluftquelle beseitigt war, die noch vergangene Woche zum „Absaufen“ des Motors geführt hatte. Der V8 ließ sich nunmehr sofort starten und von Marc in kürzester Zeit ziemlich perfekt einregulieren.

Damit ist – bis auf das elektrohydraulische Stellglied und den Mengenteiler selbst – die komplette KE-Jetronic des M117 erneuert, was der Motor mit spürbar besserer Laufkultur und Leistungsabgabe deutlich unter Beweis stellt. Aber seht selbst:

Nicht im Video zu sehen bzw. zu hören ist die Motor-Performance bei „Übergas“. Dazu mußten wir unterwegs nämlich erst den verrutschten Kickdownschalter zurechtfummeln. Danach ging aber wahrlich die Post ab und die Anti-Schlupf-Regelung (ASR) hatte einiges zu tun!
Möglicherweise hat der 5,6-Liter-V8 erst jetzt wieder zu alter Stärke zurück gefunden, obwohl (oder gerade weil) es in der jüngeren Vergangenheit ja auch schon eine Zylinderkopfrevision, eine Neuabdichtung der Saugbrücke und einen Tausch der Einspritzdüsen bei H+S in Köln gegeben hatte. Erstmals sind nun aber auch sämtliche Gummischläuche der Luftführung, die Temperaturfühler der KE-Jetronic und die komplette Zündanlage neu. Insbesondere die Gummiteile waren sichtbar fällig und mit großer Wahrscheinlichkeit an ihren Anschlußstücken bereits undicht. Im Foto rechts sieht man Hebamme Felix Kühn beim schweißtreibenden Nachfühlen des Dichtungssitzes unter dem Luftmengenmesser. Paßt!

Jungs, Ihr habt Großes geleistet, während ich nur zuschauen konnte. Aber auch das hat natürlich Spaß gemacht und die erste Fahrt danach war ein völlig neues Fahrgefühl. Zumal wenn man durch eigene Untätigkeit und kalte Getränke einigermaßen durchgefroren ist und dann zum ersten Mal seit langem wieder die unvergleichliche Kaminzimmer-Atmosphäre im 126er erleben darf. Kaum ein Auto heute hat innenbeheizte Türen und umgibt den Fahrer mit so wohliger Wärme wie die Suttgarter Sonderklasse. Jetzt ist es umso ärgerlicher, daß die Schnee- und Salz-Saison bereits begonnen hat.

Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt sorgt der 560er über mehrere Minuten für einen dichten Disconebel aus Wasserdampf

Wieder heil und kerngesund, warmgefahren, vollgetankt, frisch gewaschen und gewachst und mittlerweile auch mit seinem blauen Pyjama bekleidet ruht der Fünfkommasechser nun in seinem gemütlichen Loft und schlummert trockenen und möglichst salzfreien Zeiten entgegen. Mal sehen, was dieser Winter außer Eis und Schnee noch bringt…

Einige Schnappschüsse vom letzten Schraubertag dieses Jahres findet Ihr wie immer hier: [KLICK]

Fotos: ©fuenfkommasechs.de

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