Einmal im Leben holt man eine neue S-Klasse in Sindelfingen ab – European Delivery Program for US customers, a report!

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Ein Gast-Beitrag von Jesse Cannon-Wallace aus Atlanta, USA.

FOR THE ENGLISH VERSION PLEASE CLICK HERE.

Für amerikanische Kunden bietet Mercedes-Benz USA (MBUSA) eine besondere Möglichkeit zur Abholung ihres neues Mercedes Fahrzeugs an – das European Delivery Program.
Hierbei erhalten die Kunden die Möglichkeit nach Deutschland zu reisen, in Sindelfingen ihren neuen Mercedes in Empfang zu nehmen und können dann mit diesem bis zu zwei Wochen ausgesuchte Teile von Europa bereisen. Anschließend geben sie den Wagen an einer der dafür bestimmten Stationen ab und der Wagen wird wieder in die US-Konfiguration umprogrammiert und nachhause (in die Staaten) verschifft. Ca. 6-8 Wochen später erreicht der Wagen dann den Händler bei dem der Wagen ursprünglich bestellt wurde.
Als Mercedes-Verkäuferin habe ich in den vergangenen 10 Jahren viele solcher Selbstabholungen für meine Kunden arrangiert, jetzt war ich endlich einmal selbst an der Reihe.

Bis zu vier mal im Jahr können Händler von MBUSA ein Fahrzeug mittels European Delivery  selbst in Sindelfingen abholen, welches dann später in den USA als Vorführwagen verkauft werden kann.

Für dieses Jahr hatte ich ohnehin geplant meine Familie in Italien zu besuchen und so entschied ich mich auch endlich für ein European Delivery Program und habe es auch zugeteilt bekommen. Wir d.h. der Händler für den ich arbeite, bekam die Möglichkeit einen weiteren S550 (W222, MY 2015) abzuholen, wenn es denn jemand im Juni arrangieren könnte… dieser Jemand war ich.
Ich entschied mich für den Trip durch den Schwarzwald, genauer gesagt das “Black Forest Alps Package”, ab auf die Straße!

Tag 1

Wie kamen in Stuttgart an und nahmen sogleich ein Taxi welches uns zum Kundencenter nach Sindelfingen bringen sollte. Dort wurden die letzten Formalitäten geklärt, die Versicherungsunterlagen ausgefüllt und die eigentliche Fahrzeugübergabe durchgeführt.
Während wir auf die Übergabe des Wagens warteten entschieden wir uns für eine Werksführung (und sahen prompt auch das neue S-Klasse Coupé welches derzeit noch nicht in den USA angeboten wird!), hatten im Anschluss ein wundervolles Essen im Kundencenter und kauften noch ein paar Andenken im Shop im Center.

Als der Wagen endlich übergabebereit war, wurden wir mit “Bertha” bekannt gemacht. Bertha ist ein 2015er S550 (identisch zum S500 den im Rest der Welt gibt – Anmerkung fuenfkommasechs.de) in Diamantweiß Bright metallic. Ich nannte sie so zu Ehren von Bertha Benz, der Frau von Karl, denn sie war die erste Person die einen Road-Trip fuhr!
Die Mitarbeiter des Kundencenters halfen mir noch ein paar Adressen ins Comand einzuspeichern und los ging unsere Fahrt!

Als Andenken gab es noch dieses Foto mit Bertha und mir, vor dem großen Stern am Kundencenter.

Tag 2 bis 15

 

Der eigentliche Road-Trip. Der ursprüngliche Plan war fünf Hotels in Deutschland und Österreich als Bestandteil des “Schwarzwald Alpen Pakets” zu besuchen und dann im Anschluss noch eine Woche bei meiner Familie in Italien zu bleiben. Wie auch immer, dieser Plan platze sehr schnell aus Zeitnot! Wir entschieden uns alles anzusehen war wir irgendwie in den zwei Wochen umsetzen konnten.

 

 

>Black Forest Alps Package<

Die Hotels die man automatisch mit dem “Schwarzwald Alpen Paket” bucht stellen genau das dar was man von Mercedes-Benz erwarten würde! Eben das Beste! Besonders witzig hierbei war, das wir andere Leute trafen die auch gerade auf ihrer “European Delivery Tour” unterwegs waren. Wir bekamen interessante Eindrücke ihrer Road-Trips und ihrer neuen Mercedes. In Stuttgart waren wir in zwei Hotels, “der Schloßgarten” und im “Graf Zeppelin”. Beide waren sehr schön und sorgten sich auch um unsere Bertha.
Anschließend verbrachten wir auch noch Zeit in der “Traube Tonbach” im Schwarzwald und es war einfach atemberaubend! Es ist mehr ein Resort Hotel in einem kleinen Ort gelegen und verfügt über wunderbare Poollandschaften, Wellnessbereiche und bietet viele Möglichkeiten für Aktivitäten an.
Das “Interalpen Hotel” in Telfs, Österreich war buchstäblich ein Highlight. Beginnend bei der Lobby in die man mit dem eigenen Auto fahren kann, sie gleicht mehr einer bewohnten Garage. Aber auch der Ausblick vom Hotel über die Alpen konnte nicht atemberaubender sein.
Später waren wir auch noch in Salzburg, Österreich und übernachteten in der Innenstadt im “Hotel Goldener Hirsch”. Dort wurde Bertha etwas weiter weg von uns geparkt – an einem sicheren Ort – und wir erkundeten die Stadt zu Fuß, eben wie Touristen.

 

Weitere Ausflüge

Stilfser Joch – die Straße von Davos, Schweiz nach Stelvio, Italien kannte ich schon aus vielen Episoden von Top Gear und stellte so ganz klar ein “must see” dar! Es ist die zweithöchste reguläre Straße in Europa und ein Mekka für Autofahrer, Motorradfahrer und Radfahrer. Wir schnallten die GoPro auf Berthas Dach und fuhren vorsichtig den Pass hinunter – zumal Bertha ja noch innerhalb ihrer Einfahrzeit befindlich war. Ausserdem ist sie nicht unbedingt das best manövrierbare Automobil aufgrund ihrer Größe, aber Dank der elektromechanischen Lenkung waren die Spitzkehren eine Leichtigkeit.

Triglav Nationalpark in Slovenien – wir befuhren Slovenien von Norden kommend und fuhren in Richtung dem See Bled. Von hier hätten wir die Autostrada nach Italien nehmen können… aber da war diese eine, recht kurvige Straße die durch den Wald führte und wir entschieden uns natürlich für diesen Weg. Es war ein vergleichbarer Spaß wie am Stilfser Joch, aber mit weit weniger Verkehr und eben auch mehr Wald. Ich würde sagen es waren gut 150 Kilometer purer Spaß – den Umweg war es wert!

Amalfi Küste – was könnte bitte schöner sein als das befahren der Küstenstraße von Italien nach Frankreich? Wir befuhren eine Mischung aus kleinen Küstenstraßen und Küstenautobahnen, beides war grandios.

Monte Carlo – als großer Formel 1 Fan konnte ich natürlich nicht einfach so an Monaco vorbeifahren, ich musste die Strecke sehen. Es war irgendwie als wäre ich plötzlich live bei einem Rennen im Fürstentum dabei! Schwimming Pool! Der Tunnel! Die Haarnadelkurve! Wir befuhren die Strecke mehrmals mit Bertha und saugten die Eindrücke nur so in uns auf.

Museen entlang der Strecke – wenn wir mal nicht fuhren, beschäftigten wir uns mit der europäischen Kultur und besuchten ein paar Museen. Natürlich Automobil-Museen. Den Anfang machten das Mercedes-Benz Museum und das Porsche Museum in Stuttgart, die BMW Welt in München, Ferrari, Ducati und Lamborghini in Maranello, Italien und auch am Werkstor von Pagani machten wir Halt. Hier mein Ranking der Museen:

  • 1. Mercedes-Benz Museum: beeindruckend, feines Layout, ate
    mberaubende Ausstellung und tolles Essen
  • 2. Ducati: wir nutzen auch die Möglichkeit einer Werksführung und es war sehr ähnlich wie bei AMG in Affalterbach
  • 3. Lamborghini: klein aber oho
  • 4. Ferrari: groß, etwas verrücktes Kalifornien-Thema. Wenn dann besucht beides, Ferrari und Lamborghini
  • 5. Porsche: klein aber bezaubernd
  • 6. BMW: sehr sehr groß, aber etwas undurchdachtes Konzept

Die Highlights der S-Klasse, Pardon von Bertha

Ich habe schon viel Zeit mit Mercedes Fahrzeugen verbracht und auch schon viele S550 der neuen W222 Baureihe an meine Kunden ausgeliefert aber leider niemals zuvor viel Zeit mit einem solchen Wagen verbringen und weitere Strecken alleine damit zurücklegen können.
Es gibt nichts vergleichbares!
Bertha ist einfach das Beste was es derzeit gibt! Alleine das sitzen in den unglaublich komfortablen Sitzen war schon eine Freude an sich. Aber das Fahren erst…bei Autobahn-Tempo war sie problemlos beherrschbar und vermittelte Sicherheit und Geborgenheit neben Souveränität. Auf Strecken die den Fahrer fordern, war Bertha sehr einfach zu fahren Dank der neuen elektromechanischen Lenkung. Scharfe Haarnadelkurven waren kein Problem und die Rückstellung der Lenkung genau richtig.
Die 360° Kamera machte es spielerisch möglich auch in den kleinsten Gassen zu parken.
Der besondere Clou war aber DISTRONIC Plus mit Lenk-Assistent wie das System unter 50 Km/h mit Hilfe seiner Kameras die Spur genau halten konnte und sich an den vorausfahrenden Wagen orientierte ohne dabei auch nur einen Finger am Lenkrad haben zu müssen! Natürlich musste man ab und an doch ein wenig mit den Händen nachhelfen und auch immer kurz das Fahrpedal betätigen nach einem kompletten Stillstand und den Stau-Folge-Piloten wieder zu aktivieren, aber es war trotzdem unglaublich genial! Über ca. 50Km/h benötigt das System immer eine Hand am Lenkrad aber unterstützt den Fahrer dennoch sehr dabei seinen Kurs halten zu können. Es macht Stadtfahrten mit Stau deutlich entspannter und Autobahnfahrten relaxter und angenehmer. Die beste Sonderausstattung überhaupt!

Resümee

Das alles war eine unglaublich tolle Möglichkeit einmal Europa selbst erfahren zu können und zwar mit dem besten Automobil der Welt. Ich würde von ganzem Herzen jedem Käufer eines Mercedes in den USA hierzu raten, das European Delivery Program einmal selbst zu erleben. Natürlich kann ich auch die von mir besuchten Orte empfehlen und auch den S550.
Eben das Beste oder Nichts!

 

 

Danke an Jesse!
Mehr von ihr findet Ihr unter “www.benzblogger.com

Kommentare

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3 Responses to “Einmal im Leben holt man eine neue S-Klasse in Sindelfingen ab – European Delivery Program for US customers, a report!”

  1. Steh-Fan

    “Anschließend geben sie den Wagen an einer der dafür bestimmten Stationen ab und der Wagen wird wieder in die US-Konfiguration umprogrammiert und nachhause (in die Staaten) verschifft.”

    Was genau wird denn da umprogrammiert und umkonfiguriert??

    Antworten
  2. Mark Köster

    Laut USA Mercedes Website kann man einen US Benz in Sindelfingen bestellen und bekommt zusätzlich darauf noch Prozente, als wie wenn man einen US Benz direkt aus den USA bestellt. Coole Sache so wird der S500 mit einem Basispreis von 64.000 Euro in den USA, noch Billiger.

    Antworten
  3. Mercedes

    Das ist wirklich ein einmaliges Erlebnis den Mercedes aus Sindelfingen abzuholen, vor allem wenn man wie die Frau aus den USA kommt. Für sie hat sich das mit Sicherheit gelohnt, der Mercedes sieht auf jeden Fall sehr schick aus. Würde an ihrer Stelle aber nochmal auf der Autobahn fahren, bevor der Wagen in den USA gedrosselt wird.

    Antworten

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