Die Entwicklungsschwerpunkte der neuen Mercedes C-Klasse W205 – eine Sonderausstellung im Museum

Seit gut einer Woche gibt es im Mercedes Museum in Stuttgart eine ganz besondere Ausstellung – es handelt sich diesmal nicht um eine mit klassischen Fahrzeugen, sondern viel mehr um ein klassisches Thema für Mercedes, jedoch rund um eine ganz neue Fahrzeug-Baureihe.

Die Rede ist hier von der neuen C-Klasse, dem >190er der Neuzeit<!

Gerade erst seit Ende März diesen Jahres gibt es den neuen Kompakt-Mercedes zu kaufen. Grund genug also für Daimler einmal genauer auf seine Entwicklungsschwerpunkte einzugehen und diese Anhand schöner und ausgesuchter Exponate zu beleuchten.

Unter anderem geht es hier natürlich auch um das Design, die Stilistik des Fahrzeugs. Wie schon das große “Schwester-Schiff”, die S-Klasse Baureihe 222, so wurde auch die neue C-Klasse komplett als Clay-Modell (Plastilin) geformt. Dadurch sind viel weichere Rundungen möglich, eben klassisches Designer Handwerk. Das war in den 1990er und frühen 2000er Jahren leider etwas stärker in Vergessenheit geraten.

Zunächst in kleinen 1:4 Modellen die später in 1:1 Modellen zusammengefasst werden die dann in wenigen (bis nur einem) finalen Modell gipfeln. Dieses Modell nennt man Hartmodell oder auch Mock-Up. Getreu dem Motto “Außen hui, Innen pfui” kommt es hierbei nur auf das Täuschen an. Es wird ein echtes Automobil vorgegaukelt, doch in Wahrheit besteht es nur aus Plastik, Plastilin, Holz und Lack…

Anhand solcher Modelle werden auch die Licht- und Schattenverläufe erstmals im passenden und realen Maßstab beurteilt. Gutes Design erkennt man nicht nur daran ob es einem vermeidlich (und vor allem subjektiv) gefällt oder eben nicht, sondern auch daran ob der Wagen unter allen Umständen genug “Licht und Schatten” abwirft. Das sieht man z.B. besonders schön wenn man einmal einen W201 oder W126 im diffusen Licht gesehen hat, exaktes Nachtdesign. Im Vergleich zu einem W202 oder W140 einfach meilenweit entfernt… ist leider wirklich so!

Generell dürfte es für jeden Automobilliebhaber interessant sein, solche Modelle aus der Nähe zu betrachten. Erst dann versteht man wirklich welcher Aufwand betrieben wird um ein Automobil zu entwickeln. Und vor allem auch das heute noch vieles “analog” dargestellt und untersucht wird. Denn schließlich ist und bleibt der Mensch der Maßstab.

Selbstverständlich kommt auch das Thema Insassenschutz und Aerodynamik nicht zu kurz. Für beide Themen gibt es ebenfalls Ausstellungsstücke.

Abschließendes aber nicht minder interessantes Thema ist die Innenraumgestaltung – gerade seit der neuen S-Klasse Limousine und dem neuen S-Klasse Coupé weiß man wo derzeit die Benchmark in Sachen Innenraumgestaltung und Materialgüte liegt. Das sollte bei der C-Klasse nicht anders sein, obwohl sie das Einstiegslevel in die klassische Mercedes-Welt darstellt. Nicht ohne Grund behauptet Mercedes heute dass die neue C-Klasse “zwei Generationen im Innenraum überspringt”. Doch bis hierhin war es ein weiter weg, alleine schon aus Gründen der Machbarkeit, nicht nur im Bezug auf Kosten, sondern auch im Bezug auf die Fertigungsmöglichkeit (Baubarkeit und Zulieferung von Suppliern).

Zu einem späteren Zeitpunkt wird es auch noch einen schon traditionell immer gereichten “Entwicklungsfilm” geben der einmal die vergangenen rund 40 Monate Revue passieren lassen wird. Wenn ich daran denke, dann erscheint es mir wie vorgestern als ich zum ersten Mal (damals noch inmitten der Pubertät) den Film zur Baureihe W201 erstmals gesehen habe. Ich kann es nicht verhehlen, ich liebe solche Filme und könnte mir das stundenlang ansehen.

Aber noch gibt es ja leider nichts zu sehen – wir reichen es aber nach und geben bekannt sobald er verfügbar ist, versprochen.

Ansonsten bleibt jetzt noch der Hinweis auf den hierzu passenden Artikel bei unseren Kollegen vom Mercedes Passion-Blog, KLICK. Danke auch für die aus Stuttgart mitgebrachten Fotos an die Kollegen!

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