Ein halbes Jahr mit dem blackbird oder die ersten 10.000 Km im neuen C250 sind vollbracht (W205)

Während Ihr diese Zeilen hier lest, überrunde ich gerade in meinem blackbird die 10.000 Kilometer Marke.

EDIT: Freitag Nachmittag und der Wagen steht mit genau 10.000 Kilometern auf dem Tachometer vor der Türe. Wenn das nicht Fügung ist/war… 

10000Km
Dieser Bericht soll heute an den ersten “Quartalsbericht” anknüpfen, den ich vor gut drei Monaten zu meinem C250 AMG veröffentlicht hatte.
Der Sinn und Zweck dieser Übung ist frappierend einfach, ich möchte einmal aufzeigen wie es denn ist einen nagelneuen Wagen zu besitzen und ihn bei sich älter werden zu lassen. (wobei man bei einem Fahrzeugalter von unter 5 Jahren nicht wirklich von Alter sprechen kann)

blackbird_summer_2

Was also ist passiert seit den letzten 4.200 Kilometern?

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht wie ich anfangen soll, denn im Grunde ist nichts passiert, rein gar nichts.
Aber der Reihe nach – ca. zwei Wochen nach dem Quartalsbericht war ich mit dem Wagen bei Mercedes in Köln und bat um ein paar Software-Updates wegen diverser “Kleinigkeiten“.
Wir erinnern uns: temporärer Ausfall (Bild fror ein) der Rückfahrkamera, Absturz des COMAND bei laufender Navigation oder Cover-Flow Darstellung, Absturz der Linguatronic.

Leider jedoch war der Termin am Dienstag den 30.12.2014 nicht wirklich von Erfolg gekrönt, es gab schlicht und ergreifend keinerlei neue Software für meinen Wagen. Es irritierte auch den Meister etwas. Das jüngste Softwareupdate der Datenbank hatte keinerlei neue Patches für die BR 205 bereitgehalten, bzw. um es mit anderen Worten zu sagen, mein Wagen war auf dem letzten Stand.

blackbird_werkstatt

So bin ich dann weitergefahren und habe es beobachtet – nur was soll ich sagen? Die Probleme traten seither nicht wieder auf, bzw. wenn mehr als sporadisch – es scheint als seien dies wirklich nur kleinere Software-Bugs, die nur unter ganz bestimmen Konstellationen auftreten können. Irgendwo ist evtl. “eine Null zuviel“, Software eben – ich werde es weiter beobachten.

Chronologie der Ereignisse:

  • 6.187 Km   Termin bei Mercedes Köln, Bitte um Software-Updates für COMAND, Freisprechanlage, Rückfahrkamera, Linguatronic, Automatik-Getriebe sowie Überprüfung des Luftansaugschlauchs des Motors
  • 6.255 Km   Schutzwachs für Unterboden, Original Mercedes-Konservierungswachs an partiellen Bereichen des Unterbodens und des Fahrwerks aufgebracht
  • 7.089 Km   Erneut schlimme Knackgeräusche bei Benutzung der Bluetooth-Freisprechanlage (U-Boot Effekt)
  • 8.000 Km   Leichte Knackgeräusche aus dem Bereich des Armaturenbretts, der Türverkleidung und Mittelkonsole
  • 8.860 Km   Montage der Sommerbereifung, dabei festgestellt dass eine Radnabe anfängt zu rosten (Oberflächenrost)
  • 9.079 Km   Termin bei Mercedes Köln, selber Umfang wie bei Kilometerstand 6.187 Km. Diesmal Software-Update für Klimaanlage durchgeführt, Freisprechanlage neu konfiguriert, Getriebe ausgelesen (keinen Fehler gefunden) und Kaltluftführung des Motors erneuert.
    (das erste Ersatzteil welches am Wagen verbaut werden musste!)

Soweit so gut, man merkt die anfängliche Häufung an Kleinigkeiten hat sich nicht in diesem Tempo wiederholt bzw. auch nicht weiter zugespitzt. Erfreulich!

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Wer sich jetzt fragt was das denn für Knackgeräusche seien die ich da meine, dem sei gesagt dass es sich um ganz leichte und nur bei abgestelltem Radio/Musik vernehmbare “Geräusche” aus eben den Bauteilen wie Armaturenbrett, Türverkleidung Fahrertüre und der Mittelkonsole handelt. Zum Glück ist dies nicht immer der Fall und meist auch nur bei starken Fahrbahnanregungen (wie Daimler-Deutsch Schlaglöcher und Querfugen genannt werden).
In manchen Bereichen konnte ich selbst Abhilfe schaffen und etwas Gleitmittel (kein gewöhnliches Silikonspray aber so etwas ähnliches – Teilenummer kann ich bei Bedarf gerne mitteilen) dort ein- bzw aufbringen.
Das Problem ist zum einen der hochkomplexe Aufbau heutiger Bauteile, die Rahmenbedingungen sind einfach anders als noch vor 20 Jahren. Gewicht, Recycling, Kosten, das alles spielt heute mehr denn je eine Rolle.
Und ja es ärgert mich. aber es ist derzeit (noch) kein Weltuntergang. Mal sehen wie es sich weiterhin entwickeln wird!

Zum Thema Freisprecheinrichtung kann ich ergänzend noch sagen, dass es sich häufig anhörte als sei ich in einem U-Boot unterwegs bzw. der Gesprächspartner oder aber das wir mittels Schnur und zweier Konservendosen sprechen würden. Alles nicht wirklich toll, wenn man das beste Smartphone nutzt, COMAND und Burmester an Bord sind und dennoch die Sprachqualität nicht stimmt. Wer ähnliche Probleme bei sich feststellen kann, der möge bitte zunächst einmal überprüfen ob die korrekten Sende- und Empfangszahlen für das jeweilige Endgerät der C-Klasse auch bekannt und dort hinterlegt sind. Hier wird einem weitergeholfen.
Nach der Grundeinstellung oder dem internen Update der Einstellungen bei Mercedes ist die Freisprechanlage (ich habe keine SA Komforttelefonie geordert!) endlich so wie ich es gewohnt bin.

Bei der Klimaanlage bestand das Problem darin, dass gerade in den Wintermonaten bei relativ niedrigen Temperaturen und leicht feuchtem Schuhwerk oder Kleidung die Scheiben im Nu beschlugen und es erst einige Zeit dauerte bis sie wieder frei wurden. Als Anmerkung hierzu, es sind in der Regel lediglich die Vordersitze in meinem Wagen besetzt.
Nach dem Software-Update scheint dieses Problem nun passé zu sein, jedenfalls ist die subjektive Regelgüte bei Gebläsestellung “diffuse” und der Regelleistung auf “ECO” alles soweit in bester Ordnung und etwaiger kurzzeitig enstandener Beschlag wird schnell(er) beseitigt. Als generelle Einstellung wird – wie empfohlen und weil es auch Sinn macht, immer auf 22°C, AC on und AUTO gefahren.

Die Probleme mit dem Getriebe gehen jedoch weiter – besonders die Schaltung von 2 -> 3 ist weiterhin, gerade im kalten Zustand, etwas mehr fragwürdig. Egal welchen AGILITY-Mode man gewählt hat. Hier sehe ich also meinen Wagen dann doch demnächst noch einmal bei Mercedes zur Adaptierung der Schaltungen um endlich für 100% Fahrkomfort zu sorgen. Gleichzeitig werde ich auch die rostende Radnabe ansprechen, das geht nach ½ Jahr absolut nicht! (auch wenn es rein kosmetischer Natur ist)

Wohlgemerkt sind dies alles Beanstandungen auf hohem Niveau, denn wäre der Wagen wegben eines dieser Vorkommnisse oder Beanstandungen unfahrbar, so könnt Ihr sicher sein, der Wagen würde umgehend bei Mercedes stehen und ich würde um Abstellung der Probleme bitten!
Ein einfacher Kunde war ich noch nie… :)

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Ansonsten bin ich mittlerweile auf “Du” mit meinem Auto und erfeue mich jeden Tag daran, es macht mir wirklich großen Spaß mit diesem Wagen zu fahren und ich freue mich jedes Mal darauf wenn wieder eine Fahrt ansteht und sei es die morgendliche Fahrt ins Büro!

Achso ja, meine Felgen habe ich derzeit (zum Test) mit Sprühfolie behandelt. Farbton schwarz glänzend, wird in der Realität eher schwarz seidenmatt. Hält aber bislang einwandfrei und sieht sehr gut aus wie ich finde. Deshalb werden die Felgen in der nächsten Winterpause auch in diesem Farbton lackiert werden!

blackbird_connectmeSeit ca. sechs Wochen funktionieren nun auch noch weitere Gimmicks mittels “connect me” von Mercedes. Man kann seinen Wagen nicht nur mit einem unsichtbaren Geo-Fence belegen, sondern man kann ihn auch per Smartphone (egal ob iPhone oder Android) fernöffnen oder fernentriegeln. Ferner bekommt man auch angezeigt ob die Motorhaube, Heckdeckel, eine der Türen oder gar ein Fenster offen ist. Wirklich sehr nützlich und eine wahre Bereicherung, gerade die Nummer mit dem Luftdruck überprüfen von der Wohnzimmercouch aus.
Weitere tolle Funktionen werden hier noch folgen!

 

Demnächst werde ich noch einen kleinen Bericht erstellen bzgl. meine SA-Wahl und wie ich nach dieser Eingewöhnungszeit den Nutzen der einzelnen Positionen sehe.

W205_regenwasserfuehrungZum Abschluss gibt es noch einen kleinen – bisher einzigen – Grund die Konstruktion der Baureihe 205 etwas zu bemängeln. Die Freihaltung der vorderen Seitenscheiben bei Schlechtwetter-Fahrten war seit 1972 eine Tugend nahezu aller Mercedes-Fahrzeuge, zumindest der Limousinen (denn beim SLK R170 ist es am schlimmsten!), jedoch nicht bei der neuen C-Klasse. Trotz eines wohl deutlich verbesserten Wasserabführkanals im Bereich des vorderen Dachs und der Windschutzscheibe sammelt sich genug Wasser an, so dass es im Bereich des “Spiegeldreiecks” die Seitenscheibe verschmutzt. Das ist nervig und in meinen Augen nicht in Ordnung, so schön die neuen Außenspiegel auch sein mögen, man hätte sie vielleicht doch besser weiter oben an der Türe befestigt.

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Auf geht es zu den nächsten 10.000 Kilometern – Bericht folgt…

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