Happy Birthday Airbag!

Mittlerweile ist es 31 Jahre her dass unsere so verehrte Baureihe W126 auf der IAA in Frankfurt präsentiert wurde.

Mit ihr wurde damals erstmals ein serienreifes passives Sicherheitssystem zum Schutze der Fahrzeuginsassen vorgestellt – der Airbag (Daimler-Benz intern auch Luftsack genannt). Doch waren im September 1979 noch nicht alle Produktions- und Vertriebstechnischen Dinge geklärt und so musste man die Kundschaft – die traditionell sehr gerne auf neue Techniken setzte – weiter vertrösten; Vergleiche hierzu die relativ hohen Verkaufszahlen des Anfang 1978 im Typ W116 eingeführten A-B-S Systems.

Dann, ein Jahr nach der IAA, war es soweit – im September 1980 konnte man nun endlich verbindlich einen Fahrer-Airbag in Kombination mit beifahrerseitigem Gurtstrammer für 1.525,50 DEM unter dem Sonderausstattungscode 44/2 ordern.

Deshalb feiern wir dieser Tage ein Jubiläum: “30 Jahre AIRBAG”.

Viele Fahrer moderner Fahrzeuge wissen gar nicht welch langen und teilweise steinigen Weg dieses heute nicht mehr wegzudenkende Sicherheitssystem erst über sich ergehen lassen musste um vor mittlerweile gut 10 Jahren zum Serienstandard der meisten deutschen Fahrzeuge zu werden.

Im Jahre 1967 wurden die ersten Versuche durchgeführt – man bediente sich der Raketentechnik und bereits im Oktober 1971 meldete Daimler-Benz den Airbag zum Patent an:

Eines zumindest steht heute fest: ohne den ungebremsten Enthusiasmus und Willen bei Daimler-Benz und die Pionierleistung des W126 wäre es heute nicht alltäglich dass wir mittlerweile im Schnitt von 6 Airbags (serienmässig) umgeben sind. Viel zu groß war damals auch die Zahl der Kritiker, der ewig Gestrigen – derer die in den 1970er Jahren noch die Gurt-Anlege-Pflicht kippen wollten, mit Argumenten wie: man könne sich selbst nicht mehr aus einem brennenden Auto befreien, etc. pp. – das Argument gegen den Airbag war: “Stellen Sie sich vor, sie fahren 120Km/h und Ihnen knallt ein Kissen ins Gesicht”.

Nicht nur der Airbag für den Fahrer, nein auch der Airbag für den Beifahrer feierte im Herbst 1987 seine Premiere im W126. Zusätzlich gab es schon ab Herbst 1984 serienmässig Gurtstraffer für die Frontpassagieren.

Heute wissen wir es besser – immerhin schaffte es Daimler-Benz innerhalb von gut 10 Jahren 1 Million Airbags in ihre Fahrzeuge zu verbauen* – gegen Aufpreis versteht sich.

Die Unfallforschung weist klar die Vorteile des explosiven Schutzsystems auf:

Weitere Informationen zum Thema Airbag gibt es im Artikel unter Innovationen: der Luftsack.

*Zeitraum: Dezember 1980 bis August 1992

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