Wir feiern 50 Jahre Waschanlage

Wusstet Ihr dass die automatische Auto-Waschanlage eine zutiefst deutsche Erfindung ist? Vor 50 Jahren, genauer am 08.August 1962, meldeten die beiden Tüftler Johann Sulzberger und Gebhard Weigele aus Augsburg eine “selbsttätige Auto-Waschanlage” zum Patent an.

Der Witz an der Sache ist, dass beide ein Architekturbüro betrieben und häufig auf Baustellen unterwegs waren – somit auch immer verdreckte Fahrzeuge besaßen die sie mit der Hand wieder auf Hochglanz bringen mussten. Es sind häufig die einfachen Dinge die einen zu solchen Gedanken und am Ende Erfindungen verleiten!

In den 1930er und 1940er Jahren gehörte es zum guten Ton der Mercedes-Benz Werkstätten eine eigens eingerichtete “Wagenwaschhalle” zu besitzen. Meist mit Hebebühne in der man dann die Fahrzeuge vom Scheitel bis zur Sohle reinigen konnte.

Erst Mitte der 1960er Jahre kamen in großen Niederlassungen die ersten Waschroboter zum Einsatz. Ganz wie im Ursprungspatent beschrieben, stand das zu waschende Fahrzeug in der Mitte und wurde von einer rotierenden Bürste umkreist. Quasi eine 360° Wäsche.

Heute kennt jeder die bekannten Waschanlagen die über das Auto herfahren und es im Anschluss auch gleich trocknen.

Die Kür allerdings sind die großen Waschstraßen auf denen das Auto mittels Förderband durch die Wascheinrichtungen gezogen wird – die bekanntesten Waschstraßen sind hierzulande von Mr.Wash oder IMO.

Natürlich wissen wir als Liebhaber des alten Blechs: am besten ist die Handwäsche, man kommt in jeden Winkel und ist sehr schonend zum Lack – nur zeitintensiv ist es und man muss sich meist auch enorm beeilen damit man keine Wasserflecken auf dem Lack zurücklässt (zudem ist es in vielen Bundesländern und Gemeinden leider verboten!).

Aber: nur ein strahlend sauberer Mercedes ist ein guter Mercedes!

Fotos: ©fuenfkommasechs.de & Daimler AG

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